Der ambitionierte Weg in die Selbständigkeit

Ich schmeiß hin und mache mich selbstständig. Gedacht haben das viele Berufstätige schon mal. Aber die Zahl derer, die tatsächlich den Sprung in die Selbständigkeit oder das Freiberuflerdasein schaffen, ist deutlich kleiner. Es erfordert Mut und Zeit, will gut durchdacht sein. Und man braucht Hilfe. Doch oft steht der Zwang dahinter, aus den verschiedensten Gründen von einer Festanstellung einen Neustart anzugehen. Und eine Lösung ist es dann, in die Selbstständigkeit zu wechseln.

Olaf G. wirkt im Gespräch locker und gelöst. Strömt selbst im Sitzen viel Dynamik aus. Nichts erinnert daran, dass er sich noch vor Monaten in einer Situation befand, die ihn in eine ungewisse Zukunft blicken ließ. Sein Arbeitgeber ist ein Leader der Branche, der softwarebasierte Lösungen für kleine Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern und auch große globale entwickelte.

In dieser stark vernetzten Welt sind Mobilität und Zusammenarbeit wichtig, man braucht moderne, ortsunabhängige Mitarbeiter zur Zusammenführung verschiedener Netzwerke, Plattformen, Geräte und Applikationen. Olaf G. war einer von ihnen. Er wurde zu „Feuerlöscheinsätzen“ eingesetzt. Shanghai, Helsinki, Indien, Brasilien, war Principal Consultant, verantwortlich für wichtige  Kundenprojekte. Sein Arbeitsbereich, Produkte, Auftraggeber, die Kollegen – alles stimmte. Er war zufrieden und ging in seiner Arbeit auf.

Er erinnert sich, dass die Restrukturierung bereits 2008 begann. Seine Firma bot äußerst attraktive Maßnahmen für die Mitarbeiter. Kurz überlegte er, eine der Möglichkeiten zu ergreifen. Doch er war bereits da:

Der Wunsch, in die Selbständigkeit zu gehen. Zunächst noch vage – dann aber glasklar.

Die Abbauwelle war mit Abfindungen gekennzeichnet. Darauf konnte er zurückgreifen. Über seine Firma, die sich kommunikativ und kooperativ zeigte, konnte er in eine Transfergesellschaft wechseln. Ging damit nach 28 Jahren Berufstätigkeit nicht in die Arbeitslosigkeit. Zwar war seine Erwartungshaltung gleich null. Doch direkt nach dem Einstieg durchlief er das Profiling, stieg ein ins berufliche Orientierungstraining, wurde gecoacht und belegte bei der IHK Seminare zur Existenzgründung. Seine Beraterin von der Transfergesellschaft PETRAM erarbeitete mit ihm einen Businessplan, das A und O einer Gründung. Durch sie bekam er neue Impulse. Absolvierte ein Praktikum von 2 Monaten. Er hat Kontakte zu mehreren Unternehmen aufgebaut, ist nach der Gründungsphase auf einem steinigen, aber guten Weg. Noch bis zum Januar 2018 wird er von der PETRAM betreut, hält beständig Kontakt zu seiner Beraterin. Sein Geschäftsmodell steht auf drei Säulen:

  1. Projektmanagement

  2. Beratung zu Telekommunikations-Infrastrukturen

  3. Individualsoftware

Begeistert ist er über die tolle Unterstützung. Arbeitet positiv motiviert mit Kompetenz und Leidenschaft in seinem Homeoffice, hat dadurch geringe Investitionskosten und das gute Gefühl, ausgerüstet mit einer Checkliste zum Neustart gut ausgestattet in die Selbstständigkeit gewechselt zu sein und sich auf einer guten Basis weiter entwickeln zu können. Der Berg der Probleme ist geschrumpft. Selbstbewusst sieht er dem Ende der Gründungsphase im Jahr 2018 entgegen. Und steht nach wie vor zu seinem „JA“. Der Sprung in die Selbstständigkeit war die richtige Entscheidung!